Lill Tschudi - Spanischer Tänzer

Lill Tschudi - Spanischer Tänzer kaufen? Bieten Sie von 475!
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  • Lill Tschudi (1911-2004)
TypZeichnung / Aquarell
Jahr1960
TechnikStift
TrägerPapier
StilModern
GerahmtNicht gerahmt
Maße30.5 cm x 18 cm (h x b)
SigniertHand signiert

Lill Tschudi (1911 - 2004)

'Spanischer Tänzer' 1960
Kugelschreiber auf festem Papier, 
unten links monogrammiert "LT." 
30,5 X 18 cm
Provenzienz: Familie der Künstlerin.

Referenz Literatur:
Lill Tschudi - Ihre Kunst hat viele Gesichter, Martina Schiller, Baeschlin, Glarus 2015, ganzseitige Abbildung auf Seite 92 (Abb. 72) siehe Foto
Referenz Preise: siehe Foto

Lill Tschudis Faszination am Linolschnitt wurde bereits während ihrer Schulzeit durch die technische Virtuosität und sowie die farblich intensiven und rhythmisch komponierten Linoldrucke der Wiener Künstlerin Norbertine Bresslern-Roth ausgelöst. Ihre Ausbildung in diesem Medium und im Aquarellieren erhielt Tschudi von 1929 bis 1930 an der Grosvenor School of Modern Art in London bei Claude Flight und Edith Lawrence. Von 1931 bis 1933 besuchte sie während je zwei Monaten pro Jahr Kurse bei André Lhote und Gino Severini an der Académie Ranson sowie bei Fernand Léger an der Académie Moderne in Paris. In den Jahren darauf folgten weitere Studienreisen nach Frankreich, Holland und Italien.
In Grossbritannien, den USA und Australien war Tschudi schon in den 1930er Jahren eine geschätzte Künstlerin und mit Werken in Museen vertreten, während sie in der Schweiz lange unbekannt blieb. 1935 kehrt Lill Tschudi in die Schweiz zurück und lebt abwechslungsweise in Zürich und im Haus ihrer Grosseltern in Schwanden, in das sie 1940 definitiv übersiedelt und wo sie bis zu ihrem Tod bleibt. 1981 wird sie mit dem Kulturpreis der Gemeinde Schwanden ausgezeichnet, 1986 mit dem Preis der Stiftung für die graphische Kunst in der Schweiz und 1991 mit dem Glarner Kunstpreis.

Die frühen, an der Grafik des Art Déco orientierten Arbeiten mit illustrativem Charakter zeichnen sich durch einen schwungvollen, ornamentalen Aufbau der Fläche und die Wahl kühner Ausschnitte und Perspektiven aus. Die kecke Farbigkeit ergibt sich durch das Neben- und Übereinanderdrucken von drei bis vier Linolblöcken. Dargestellt sind Szenen des modernen Grossstadtlebens (Londoner Autobusse, 1949; Le long des quais, 1949), des Glarner Brauchtums und der regionalen Geschichte (Landsgemeinde, 1931) sowie Motive aus Sport und Wettkampf (Tour de Suisse, 1935).

In den 1950er Jahren tritt das Narrative zugunsten einer Konzentration auf die Stimmung weitgehend abstrahierter Sujets aus der Natur zurück. Gleichzeitig lösen sich die Formen in eine an Übergängen reiche Flächigkeit auf. Durch den virtuosen Umgang mit dem Stechbeitel werden Musterungen hervorgebracht, die, einzelne Binnenformen übersäend und kombiniert mit dem Spiel der Farbe, eine malerische Bildwirkung erzeugen (Tierra caliente, 1960; Erosion, 1964).

Ab den 1970er Jahren arbeitet Lill Tschudi mit einem Vorrat an Linoleumstücken, die sie in immer neuen Konstellationen druckt. Bearbeitet ist allein die Umrissgestalt. Die malerische Wirkung, die von der zartesten Durchsichtigkeit bis zur deckenden Dichte der Farbgebung reicht, wird durch feinfühliges Einfärben und Wischen erzeugt. Oft nimmt die Künstlerin Motive auf, die sie bereits in früheren Werkphasen umgesetzt hat. Nun aber, von lesbarer Dinglichkeit gelöst, wirken die aus tiefstem Inneren reflektierten Sujets immer leichter und unwirklicher (Sardische Felsrhythmen rot, 1988; Rock-Concert, 1990).

Lill Tschudi hat über 450 Linolschnitte hergestellt. Alle Werke sind handgedruckt. Parallel zu den Arbeiten in diesem Medium sind Hunderte von Aquarellen und Ölgemälden entstanden, mit denen die Künstlerin ihre Wahrnehmungen des langsamen Wandels im Dasein der Natur, das immer Wiederkehrende, seine Poesie und seine Dramatik wiedergibt. Die Motive und Stile in Tschudis Malerei sind jedoch vielseitiger als in den Aquarellen. Collage waren für die Künstlerin eine ergänzende Technik, die sie für Experimente von Bildideen nutzte und zum Teil in ihre Malereien und Aquarellen integrierte.


Werke in institutionellen Sammlungen (Auswahl): Bietigheim-Bissingen, Städtische Galerie; Boston, Museum of Fine Arts; Canberra, National Gallery of Australia; Kunsthaus Glarus; Kirche Schwanden, Bildteppich, 1984; London, British Museum; London, Victoria and Albert Museum (V&A); New York, Metropolitan Museum of Art; New York, Museum of Modern Art (MoMA); Zürich, Graphische Sammlung der ETH.

SIKART: Kathrin Frauenfelder,  2022 


ZustandSehr gut

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Lill Tschudi (1911-2004)

schweizerisch schweizerisch Alle Werke von diesem Künstler (1)

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18 cm
30.5 cm
Die Auktion ist beendet
Auktionsdetails
Startzeit:07-12-2022 um 15:13
Endzeit:19-12-2022 um 21:07
Ausrufpreis € 475
Auktionsprovision: 15%
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Ort des ObjektsBern,  Schweiz
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